Kopenhagen zu Fuss entdecken 🇩🇰

Am Abend nutzten wir den besonderen Vorteil unseres Stellplatzes und besuchten den Forest Tower ein zweites Mal. Die Hoffnung auf einen spektakulären Sonnenuntergang war gross. Leider machte das Wetter nicht mit: Dichte Wolken zogen über den Himmel und verdeckten die Abendsonne. So blieb der erhoffte Sonnenuntergang zwar aus, doch die ruhige Stimmung hoch über den Baumwipfeln und der Blick über die weiten Wälder Seelands waren trotzdem ein besonderes Erlebnis.

Nach einer ruhigen Nacht hiess es am Morgen zusammenpacken und auschecken. Die nächste Etappe führte uns in Richtung Kopenhagen. Nach rund einer Stunde Fahrt erreichten wir den Wohnmobil-Stellplatz City Camp Kopenhagen. Von dort machten wir uns zu Fuss auf Entdeckungstour. Insgesamt legten wir 12 Kilometer zurück und lernten dabei viele unterschiedliche Seiten der dänischen Hauptstadt kennen.

Unser Rundgang begann auf der ehemaligen Militärinsel Holmen, die sich in den vergangenen Jahren zu einem modernen Quartier mit Hochschulen, Wohngebieten und kulturellen Einrichtungen entwickelt hat. Anschliessend erreichten wir das markante ARC (Amager Resource Center) oder CopenHill. Das futuristische Gebäude zählt zu den weltweit modernsten Abfallverwertungsanlagen. Hier wird aus Abfall umweltfreundlich Energie für tausende Haushalte gewonnen. Das Besondere: Auf dem Dach befinden sich eine ganzjährig nutzbare Skipiste, Wanderwege und eine der höchsten künstlichen Kletterwände der Welt. Das Gebäude verbindet auf eindrückliche Weise Nachhaltigkeit, Architektur und Freizeit und gilt als internationales Vorzeigeprojekt.

AussichtsturmCopenHill, Cøpenhagen (DK)
Höhe85 m
Stufen369 Stufen
Höhe über Meer95 m ü. M.
Erbaut2019
MaterialienStahl- und Betonkonstruktion
Kosten Benutzungkostenlos
geöffnetganzjährig

Von dort führte der Weg weiter in die berühmte Freistadt Christiania. Die alternative Wohn- und Kulturgemeinschaft besteht seit über 50 Jahren und ist für ihre kreative Atmosphäre, farbenfrohe Kunst und ihre besondere Geschichte weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Natürlich ist der Freistadt auch ein weiterer Thomas-Dambo-Troll versteckt. Mitten in den Häusern entdeckten wir Green George, der seine Besucher freundlich zwischen den Häusern empfängt. Wie alle Werke des dänischen Künstlers besteht auch diese Figur aus recyceltem Holz und soll dazu anregen, Natur und Umwelt bewusster wahrzunehmen.

Anschliessend schlenderten wir entlang der Kanäle, über zahlreiche Brücken und durch die historische Altstadt. Immer wieder boten sich neue Ausblicke auf die dänische Hauptstadt und zahlreiche schöne Fotomotive, zwischen den einzelnen Regenphasen.

Nach über 12 Kilometern zu Fuss waren die Beine zwar spürbar müde, doch wir kehrten mit vielen schönen Eindrücken zum Tröimli zurück. Kopenhagen hat uns mit seiner Mischung aus moderner Architektur, Geschichte, Wasser und viel Grün einmal mehr begeistert.