Sonnenuntergang am Forest Tower 🇩🇰
Beim Frühstück sorgte eine Nachricht aus der Schweiz für Gesprächsstoff: Vor dem Gotthard hatte sich bereits am frühen Morgen ein rund 15 Kilometer langer Stau gebildet. Da waren wir froh, dass unsere heutige Route ganz woanders entlangführte.
Nach einem gemütlichen Frühstück wurde das Tröimli wieder reisefertig gemacht. Wohin es heute gehen sollte, blieb zunächst noch unser kleines Geheimnis.
Der erste Halt führte zum Mulle Fuglemor, dem neusten Troll des dänischen Künstlers Thomas Dambo. Die beeindruckende Holzfigur wurde erst 2025 fertiggestellt und stellt eine fürsorgliche Trollmutter dar. Rund um sie hängen zahlreiche bunte Vogelhäuschen in den Bäumen, die verschiedenen Vogelarten als Nistplätze dienen. Mit diesem Kunstwerk möchte Thomas Dambo einmal mehr dazu anregen, die Natur zu schützen und Lebensräume für Tiere zu schaffen.
Da wir das Tröimli in einem Einkaufscenter in Svendborg parkiert hatten, nutzten wir die Gelegenheit gleich noch für einen kleinen Einkauf. Vor allem Wasser wanderte in grossen Mengen in den Einkaufswagen – bei den sommerlichen Temperaturen kann man davon kaum genug dabeihaben.
Anschliessend führte unsere Route über die imposante Storebæltsbroen (Grosse-Belt-Brücke), welche die Inseln Fyn und Sjælland miteinander verbindet. Kurz vor der eigentlichen Brücke wurde die Fahrt allerdings abrupt unterbrochen: Ein Verkehrsunfall sorgte für rund eine Stunde Stau. Dabei fiel uns ein interessanter Unterschied zur Schweiz auf. In Dänemark wird die Rettungsgasse nicht bereits beim Entstehen des Staus gebildet. Erst wenn sich Polizei, Ambulanz oder Feuerwehr nähern, fahren die Fahrzeuge zur Seite. Sobald die Einsatzfahrzeuge vorbeigefahren sind, ordnen sich alle wieder auf ihren Fahrstreifen ein. Und zusätzlich ist uns aufgefallen, dass als Erstes die Feuerwehr eintrifft und direkt mit drei Fahrzeugen vorfährt. Nebst dem Offizier und einem Hilfeleistungslöschfahrzeug, kommt auch direkt ein Zugfahrzeug mit einem grossen Schilderanhänger zur Spurensperrung. Dies ist uns in den nordischen Ländern auf den vergangenen Reisen immer wieder aufgefallen.
Mit etwas Verspätung erreichten wir schliesslich Rønnede, wo uns ein ganz besonderer Übernachtungsplatz erwartete. Unser Stellplatz befindet sich direkt beim Forest Tower. Das Besondere daran: Als Übernachtungsgäste erhalten wir rund um die Uhr Zugang zum Gelände und zum Turm. So lässt sich der Aussichtsturm auch zum Sonnenuntergang oder bereits früh am Morgen zum Sonnenaufgang besuchen – ein Erlebnis, das den meisten Tagesgästen verwehrt bleibt.
Nach der Ankunft stärkten wir uns zunächst mit einem feinen Lachsbrötchen, bevor wir uns auf den Weg zum Forest Tower machten.
| Aussichtsturm | Forest Tower, Rønnede (DK) |
| Höhe | 45 m |
| Stufen | stufenlos |
| Höhe über Meer | 140 m ü. M. |
| Erbaut | 2019 |
| Materialien | Stahlkonstruktion |
| Kosten Benutzung | 200 DKK |
| geöffnet | ganzjährig |
Der rund 45 Meter hohe Aussichtsturm steht mitten im Wald und ist über einen etwa 3,2 Kilometer langen Rundweg erreichbar. Der Spaziergang führt auf erhöhten Holzstegen durch die Baumkronen und endet auf der markanten, spiralförmigen Aussichtsplattform. Von oben reicht der Blick weit über die Wälder Südseelands.
Ob wir den Sonnenuntergang tatsächlich noch vom Forest Tower aus erleben konnten, verraten wir euch im nächsten Reisebericht.








































































