Auf dem Weg in Richtung Heimat 🇩🇪
Nach einer erholsamen Nacht fühlten wir uns deutlich besser als noch am Vortag. Die Erkältung war zwar noch nicht ganz verschwunden, doch die Symptome hatten sich spürbar gebessert. So konnten wir den Tag mit einer warmen Dusche und einem gemütlichen Frühstück entspannt beginnen.
Heute stand eine längere Fahretappe auf dem Programm. Rund 380 Kilometer lagen vor uns und führten uns langsam wieder in Richtung Süden. Nach den vielen Erlebnissen der vergangenen Tage freuten wir uns auf eine ruhige Fahrt und darauf, die abwechslungsreiche Landschaft nochmals an uns vorbeiziehen zu lassen.
Während der Fahrt wurde im Tröimli natürlich nicht nur gefahren. Marianne nutzte die Zeit, um an ihrem Strickprojekt weiterzuarbeiten. Dabei entstand die scherzhafte Frage, wie viele Maschen wohl während der heutigen Etappe gestrickt werden könnten. Die Schätzungen gingen weit auseinander – vom vorsichtigen Tipp bis zu mehreren Tausend Maschen.
Die ersten rund 150 Kilometer verliefen angenehm ruhig. Erst rund um Hamburg wurde die Geduld auf die Probe gestellt. Mehrere Grossbaustelle und das hohe Verkehrsaufkommen sorgten dafür, dass es zeitweise nur im Schritttempo vorwärtsging. Zusätzlich kam es zu einem aussergewöhnlichen Ereignis: Ein Lastwagen, der mit Schokoladenbohnen beladen war, geriet am frühen Morgen in Brand und führte zu weiteren und langwierigen Verkehrsbehinderungen auf dem gesamten Verkehrsnetz von Hamburg. Insgesamt verloren wir dadurch rund zwei Stunden, bevor sich der Verkehr langsam wieder normalisierte und wir unsere Fahrt fortsetzen konnten.
Unterwegs legten wir lediglich einen kurzen Tankstopp sowie eine Biopause ein. Ansonsten rollte das Tröimli zuverlässig Kilometer um Kilometer Richtung Tagesziel. Kurz vor der Ankunft im Umland von Hannover wartete noch eine kleine Überraschung. Eine Umleitung führte uns auf einer anderen Strecke ans Ziel. Die letzten Kilometer verliefen durch ein schönes Waldgebiet und weckten unsere Neugier, als wir eine grössere Baustelle entdeckten.
Am Stellplatz angekommen, war schnell klar, worum es sich dabei handelte. Hier entsteht der SkyLoop Steinhuder Meer, ein neuer rund 40 Meter hoher Event- und Aussichtsturm, der voraussichtlich 2026 eröffnet werden soll. Neben einer barrierefreien Aussichtsplattform werden dort verschiedene Erlebnisangebote und Veranstaltungen geplant. Ein spannendes Projekt, das wir uns bei einer zukünftigen Reise gerne einmal anschauen möchten.
Nach dem Einrichten des Stellplatzes wurde schliesslich auch das kleine «Maschenrätsel» aufgelöst. Marianne hatte unterwegs 63 Reihen mit je 113 Maschen gestrickt – insgesamt also 7119 Maschen. Das entspricht beeindruckenden 19 gestrickten Maschen pro gefahrenem Kilometer.
Den Abend liessen wir ganz entspannt ausklingen. Oliver vertiefte sich in sein Buch, Marianne strickte noch einige Reihen weiter und wir genossen gemeinsam die letzten Sonnenstrahlen eines ruhigen Reisetages. Nach den vielen Eindrücken in Dänemark tat dieser entspannte Fahrtag richtig gut.
































