Ein Wochenende zum Entspannen – Wellness, Genuss und ganz viel Ruhe 🌲 🚐 🇨🇭

Nach den Ferien hiess es zuerst einmal: zurück an die Arbeit – zumindest am Trömli. Das Wohnmobil wurde gründlich geputzt, die Vorräte wieder aufgefüllt und alles für das nächste kleine Abenteuer bereitgemacht. Denn lange mussten wir nicht warten: Dieses Wochenende sollte ganz im Zeichen von Wellness und Erholung stehen.

Marianne hatte bereits versucht, einen Stellplatz im Schwarzwald zu reservieren. Allerdings gab es dort eine kleine Überraschung: Gebucht werden mussten mindestens drei Nächte. Zum Glück liess sich trotzdem eine Lösung finden: Am südlichen Ufer des Untersees (Bodensee) und am Ausfluss des Rheins in der Gemeinde Eschenz finden wir einen tollen Campingplatz Hüttenberg zum Entspannen.

Kurz vor 14 Uhr machten wir uns auf den Weg. Bevor es richtig losging, wollten wir beim Campingplatz noch kurz nachfragen, ob das heftige Unwetter vom Morgen dort Schäden angerichtet hatte.

Denn in der Schweiz hatte sich an diesem Tag einiges zusammengebraut. Eine kräftige Gewitterfront zog über das Land. Besonders die West- und Nordwestschweiz war betroffen. Starker Hagel, heftige Sturmböen und grosse Regenmengen sorgten vielerorts für Schäden und Verkehrsbehinderungen. Rund 46’000 Blitze wurden registriert, teilweise fielen Hagelkörner mit bis zu sechs Zentimetern Durchmesser.

Wir hatten offenbar Glück und waren zur richtigen Zeit unterwegs. Statt über die Autobahn führte unsere Fahrt ganz gemütlich über die Landstrasse. Im oberen Teil vom Kanton Aargau und später im Kanton Zürich waren die Spuren des Unwetters noch überall zu sehen. Nasse Strassen, dunkle Wolken und immer wieder kleinere oder grössere Hinweise darauf, dass hier kurz zuvor ordentlich etwas los gewesen war.

Gegen 17 Uhr näherten wir uns langsam unserem Ziel. Nur noch rund 30 Minuten – und dann begann es natürlich wieder zu regnen. Fünf Minuten vor der Ankunft! Marianne machte sich deshalb auf den Weg zur Rezeption, während Oliver im trockenen Trömli wartete.

Kurz darauf kam Marianne mit dem Campingplatzplan zurück: Platz B11 ist für uns reserviert.

Jetzt musste nur noch das Trömli an seinen Platz. Ganz so einfach war es dieses Mal allerdings nicht. Oliver musste nochmals drehen und rückwärts aus und auf den Stellplatz fahren. Nach einigen geschickten Manövern, zwischen den geparkten Fahrzeugen, stand das Trömli schliesslich perfekt in Position. Nur wir beide sahen inzwischen aus wie zwei nasse Pudel. 😂

Aber egal – jetzt begann der gemütliche Teil des Wochenendes.

Auf die Aufbauten im Aussenbereich wurde noch verzichtet. Schon bald duftete es nach dem traditionellen Freitagabendessen: Fajitas! 🌮😋 Nach dem Essen machten wir es uns im Trömli gemütlich und schauten gemeinsam «Schweiz aktuell». Danach begann genau das, was wir uns für dieses Wochenende vorgenommen hatten: einfach einmal nichts müssen.

Marianne nahm ihre Stricknadeln zur Hand, Oliver vertiefte sich in sein Buch und rund um uns wurde es immer ruhiger. Nach dem turbulenten Alltag tat diese Ruhe richtig gut.

Am nächsten Morgen wurden wir erst gegen 9 Uhr geweckt – nicht vom Wecker, sondern vom Muhen eines Muni im Nachbarstall. Ein ziemlich spezieller, aber passender Weckruf für einen gemütlichen Campingmorgen. 🐄☀️

Das Wetter zeigte sich nun wieder von seiner schönen Seite. Bei Sonnenschein konnten wir gemütlich draussen vor dem Trömli frühstücken und einfach das Campingplatzleben beobachten. Der heutige Tagesplan war schnell beschlossen: Wellness und vor allem einmal NICHTS TUN.

Na ja… ganz ohne etwas zu tun ging es dann doch nicht. Marianne nahm sich auch noch etwas Zeit, um für ihre Prüfung in der kommenden Woche zu lernen. Und zwischendurch blieb natürlich genügend Zeit zum Stricken, Lesen und einfach Geniessen.

Der Camping Hüttenberg bietet übrigens einiges: ein Schwimmbad mit Kinderplanschbecken, Liegewiese, Tischtennis, Trampoline, Slackline, Spielplatz, Boccia, Bistro, Camping-Shop und viele schöne Stellplätze. Es wäre also möglich gewesen, ein ziemlich aktives Wochenende daraus zu machen. Wir entschieden uns aber lieber für die gemütliche Variante. 😎

Auch an Anita (Arbeitskollegin von Marianne) mussten wir an diesem Wochenende noch denken. Für die tolle Beschriftung unseres Passes für Bürsti und Bürstine, hatte Marianne am Donnerstag selbst gebackene Spitzbuben in Herzform vorbeigebracht. Anita fand sie fein – und darüber haben wir uns natürlich sehr gefreut.

Das heftige Unwetter vom Vortag war inzwischen fast vergessen. Auf dem Campingplatz wurde zwar noch fleissig darüber erzählt, ansonsten herrschte aber eine herrliche sommerliche Ruhe. Am Abend gab es dann noch einen kulinarischen Höhepunkt: Raclette! 🧀🥔

Ganz überzeugt waren wir vom Käse allerdings nicht. «Wir haben auch schon besseren Raclettekäse gegessen», lautete das Urteil. Damit war gleichzeitig klar: Marianne wird sich auf die Suche nach einem noch besseren Raclettekäse als dem aus der Migros machen. Eine neue Mission ist also bereits gestartet. 😂🧀

Den restlichen Abend verbrachten wir gemütlich vor dem Trömli. Die Temperaturen waren angenehm und gegen 20.30 Uhr war es auf dem Campingplatz bereits erstaunlich ruhig. Man hörte fast nichts mehr – ausser vielleicht das gelegentliche Summen der Mücken. 🦟😂

Am nächsten Morgen wurde aus den Raclette-Resten nochmals ein richtig feines Frühstück. Die übrig gebliebenen Kartoffeln wurden durch die Röstiraffel gejagt und zusammen mit Eiern und Speck entstand eine leckere Resteverwertung. 🥔🥓🍳

Während rund um uns bereits die ersten Wohnmobile aufgeräumt wurden, liessen wir uns bewusst noch etwas Zeit. Und tatsächlich: Wir begannen als Letzte mit dem Zusammenpacken – waren danach aber die Ersten, die losfuhren. 😂🚐 Beim Aufräumen sind wir einfach ziemlich gut eingespielt.

Die Heimfahrt verlief erfreulich flott und dauerte mehr als eine Stunde weniger als die Hinfahrt. Und so endete ein wunderschönes, ruhiges und erholsames Wellness-Wochenende langsam. Es waren keine grossen Abenteuer, keine langen Wanderungen und keine spektakulären Ausflüge. Dafür gab es Sonne, Regen, gutes Essen, ein bisschen Stricken und Lesen – und vor allem ganz viel Zeit zum Durchatmen. Genau solche Wochenenden tun manchmal einfach richtig gut. ❤️

Und natürlich wurde bereits über das nächste Abenteuer gesprochen: Nächstes Wochenende geht es nach Sutz. Das Trömli steht also schon wieder bereit. 🚐❤️