Wo geht es hin??

Seit Freitag sind wir beiden in unseren Herbstferien, die wir beabsichtigen in der wunderschönen Schweiz zu verbringen. Unser Ziel ist es immer dort zu sein, wo es nicht regnet.

Am Freitag gibt es zuerst einen kurzen Abstecher zu Paroz in Frauenfeld wo unserem Träumli eine neue Sonnenstore verpasst wird, nachdem die „alte“ lädierte Store nun doch einen Armbruch erlitten hat. Am Mittag ist alles augewechselt und wir beginnen zu diskutieren, wo hin die Reise geht. Aufgrund der mässigen Aussichten in der Deutschschweiz beschliessen wir direkt in Richtung der Sonnenstube durchzuziehen, wo wir am späteren Nachmittag eintreffen. Aufgrund der guten Erfahrungen im Camping Tamaro in Tenero landen wir wiederum hier. Eine gute Ausgangsbasis für die Ausflüge der kommenden Tage…

Den Samstag lassen wir, nach einer regnerischen Nacht, gemütlich angehen. Wir spazieren im Verlaufe des Nachmittages gemütlich nach Locarno und geniessen das Dolce far niente und lassen uns bei bestem Wetter mit einem Kaffee resp. Tee und einem feinen Desser verwöhnen, bevor wir zurück am Campingplatz die Planung der kommenden Tage in Angriff nehmen. Immerhin sind noch 5 Hängebrücken unbesucht und ein Aussichtsturm wäre auch noch zu erklimmen (Stand September 2024).

Am Sonntag starten wir unseren ersten Ausflugstag, welcher uns mit der Bahn von Tenero über Belinzona nach Biasca führt. Hier steigen wir auf den Bus um und die Reise geht entlang des Bleniotals in Richtung Lukmanierpass. Am Talende liegt Olivione und dieses Dorf hat seit ein paar Jahren auch eine kleine Ponte Tibetano. Danke an Werner Isler, mein Tessiner Arbeitskollege bei Rivella, welcher mir diesen Tipp gegeben hat.

Das Wetter zeigt sich an diesem Sonntag von der besten Seite und wir machen uns nach eine lustigen Bussfahrt in Olivione auf um das Tal wieder herunter zu wandern. Nach knapp einer halben Stunde und etwas Suchen in den Gassen von Olivione finden wir die spektakuläre Fussgängerhängebrücke Ponte Tibetano nach Ponte Aquilesco. Mit einer Länge von 71 Meter und 18 Meter über dem Talboden schaukelt die Brücke auch nach unserem Geschmack. Sie ist das erste Highlight vom Tag und bietet uns eine atemberaubende Aussicht auf die Schlucht und die umliegenden Berge des Bleniotals.

HängebrückePonte Tibetano, Olivone (TI)
Spannweite71 m
Höhe18 m
Breite90 cm
ÜberquertRiasc (Bach)
Höhe über Meer1025 m.ü.M.
Erbaut2022
TechnikDrahtseilbrücke
Kosten Benutzungkostenlos
geöffnetganzjährig
Detaillierte Informationen
zur Hängebrücke
haengebruecken.com

Nachdem wir die Brücke überquert haben, setzen wir unsere Wanderung fort. Ziel ist es in Ponte Aquilesco, wieder den Bus zu schnappen und zurück nach Acquarossa zu kommen. Hier steigen wir um und fahren mit einem kleinen Bus, welcher proppenvoll ist mit Personen und Bikes, nach Leontica Chiesa zu fahren. Dieses Dorf liegt auf der anderen Talseite und liegt toll in der Sonne. Gegen 14 Uhr nehmen wir, einiges früher als geplant, den zweiten Abschnitt der Tageswanderung in Angriff. Am Dorfrand ist eine historische Kapelle, die San Carlo di Negrentino. Um diese zu erschliessen haben findige Ingenieure eine horizontal gebogene und einseitig aufgehängte Hängebrücke konstruiert.

HängebrückePasserella di Negrentino, Leontica (TI)
Spannweite65 m
Höhe48 m
Breite110 cm
ÜberquertRi di Prugaisco
Höhe über Meer860 m.ü.M.
Erbaut2007
TechnikDrahtseilbrücke
Kosten Benutzungkostenlos
geöffnetganzjährig
Detaillierte Informationen
zur Hängebrücke
haengebruecken.com

Vor dem langen Abstieg nach Acquarossa geniessen wir eine Ausszeit vor der Kirche und lassen die Seele baumeln respektive verpflegen uns. So gestärkt nehmen wir die knapp 350 Höhenmeter unter die Beine und laufen zurück nach Acquarossa. Mit perfektem Timing erreichen wir zum zweiten Mal knapp vor Ankunft des Busses die Haltestelle. Rasch sind wir zurück in Biasca und müssen uns etwas beeilen für Zug zurück nach Bellinzona resp. nach Tenero.

Zurück in Tenero spazieren wir zurück zum Camping und beschliessen noch die Gelateria Veneta aufzusuchen. Wir belohnen uns mit einem feinen hausgemachten Eis, welches wir nur zu gerne weiterempfehlen. Nun geht es aber definitiv zurück und es ist Zeit zu relaxen und nach einem feinen Apéro eine selbstgemachte Pizza vom Omnia zu geniessen.