Goldene Spätsommertage

Die beiden Tage anfangs der Woche versprechen nochmals perfektes und warmes Spätsommerwetter. So starten wir unsere Weiterreise bereits frühzeitig am Morgen in Einsiedeln um auf direktem Weg entlang dem Sihlsee nach Unteriberg zu gelangen. Nicht nur die Homebase von Wendy Holdener, einer der aktuell besten Skirennfahrerinnen der Schweiz, sondern auch ein sehr bekanntes Skigebiet der Zentralschweiz.

Unser Ziel ist eine kleine Hängebrücke über den Nidlaubach am Ortsanfang und der damit verbundene Skulpturenweg oberhalb des Ortsrandes. Unser Fahrzeug können wir am anderen Ortende bei einem grösseren Hotel abstellen und wir machen uns zu Fuss auf den Weg. Da Montagmorgen ist, ist es im Dorf noch relativ ruhig und wir gelangen ohne grosse Umschweife zum ersten Etappenziel.

HängebrückeHängebrücke Nidlaubach, Unteriberg SZ
Spannweite34 m
Höhe7 m
Breite115 cm
ÜberquertNidlaubach
Höhe über Meer955 m.ü.M
Erbaut2015
TechnikDrahtseilbrücke
Kosten Benutzungkostenlos
geöffnetganzjährig
Detaillierte Informationen
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Weiter geht unsere Tagesreise in Richtung Walensee. Schon länger haben wir die Begehung der Hängebrücke Fuchsfallen auf dem Programm. Diese ist jedoch relativ schwierig erreichbar und wir haben wir bereits mehrfach recherchiert, wie wir am besten dazu kommen. So stellen wir zuerst unseren Anhänger im Bereich Glarus Nord ab und fahren mit dem Wohnmobil über die Autobahn nach Mühlehorn. Beim Bahnhof gibt es einige grössere Parkplätze und etwas mehr Luft um das Fahrzeug zu parkieren. Eine netter Angestellter des Tiefbauamtes und die Chauffeuse des Postautobusses erklären uns die Möglichkeiten, wie wir zur Fuchsfalle kommen.

Wir entschliessen uns mit dem „Poschi“ bis nach Walenguflen zu fahren und ab hier zu laufen. Ein guter Entscheid, den im Weiler Walenguflen eröffnet sich uns eine Aussicht über den Walensee, welche seinesgleichen sucht. Der letzte Weg ist kurz und alsbald sind wir bei dieser speziellen Hängebrücke. Was für eine spezielle Umgebung, welche sich vor uns eröffnet. Wir sind überrascht und auch etwas geplättet!

HängebrückeHängebrücke Fuchsfallen, Mühlehorn GL
Spannweite31 m
Höhe10 m
Breite100 cm
Überquertunbegehbares Tobel
Höhe über Meer642 m.ü.M
Erbaut2014
TechnikDrahtseilbrücke
Kosten Benutzungkostenlos
geöffnetganzjährig
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Nachdem wir wieder am Bahnhof Mühlehorn zurück sind, sammeln wir unseren Anhänger in Glarus Nord ein und starten zu einem kurzen spontanen Besuch in Niederurnen bei einem Kollegenpaar, welches wir vor einigen Jahren in den Malediven kennengelernt haben. Nachdem wir zwei Stunden geplaudert haben, machen wir uns auf den Weg zu unserem Nachlager auf dem Bleichihof in Niederurnen.

Nach einer erholsamen Nacht mit Wassergeplätscher und Kuhglocken, geht es am Dienstag weiter in Richtung Bündnerland. Bevor wir am Abend zu einem kleinen Familientreff mit Cousin Adrian verabredet sind, geht es auf einen Abstecher an die liechtensteinische Landesgrenze. Von den letzten Ausfahrt nach St. Luziesteig wissen wir, dass auf der Strecke ein paar tiefe Tordurchfahrten sind. Deshalb fahren wir über Fläsch in Richtung Waffenplatz und parkieren kurz vor dem Militärmuseum.

Zu Fuss können wir vom Parkplatz aus eine Hängebrücke über den Feldrüfibach besuchen. Diese wurde als Lehrlingsprojekt von den Forstwartlehrlingen im Jahr 2007 erbaut. Super, wieder einmal eine Brücke zu begehen, die entsprechend wackelt und nicht so super gerade gebaut wurde. Echt super!

HängebrückeHängebrücke St. Luziesteig, St. Luzisteig GR
Spannweite31 m
Höhe7 m
Breite100 cm
ÜberquertLochrüfi
Höhe über Meer705 m.ü.M
Erbaut2007
TechnikDrahtseilbrücke
Kosten Benutzungkostenlos
geöffnetganzjährig
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Wir laufen weiter in Richtung Maienfeld und nach etwa einem Kilometer Weg finden wir endlich ein offizielles Wanderwegsymbol vom Kanton Graubünden. Was für ein Glück, schon lange haben wir danach gesucht. Was lange währt, wird endlich gut :-).

Gute zwanzig Minuten später erreichen wir das zweite Objekt des Tages. Im unteren Bereich des Gebietes der Lehrweg Eichenhaft. Highlight davon ist ein kleiner Aussichtsturm in das Blattwerk der Eiche. Ein kurzer, wackeliger Ausflug, mit einer besonderen Perspektive.

AussichtsturmEichenhafter Beobachtungsturm, Maienfeld GR
Höhe14 m
Stufen76 Stk.
Höhe über Meer684 m.ü.M.
Erbaut2016
MaterialienStahlkonstruktion
Kosten Benutzungkostenlos
geöffnetganzjährig

Unser Morgenspaziergang bringt uns so richtig auf Touren und wir fahren direkt zu unserem Nachtlager im Ziavi in Bonaduz. Schnell das Fahrzeug parkieren und Wanderschuhe umschnallen. Die Idee ist zuerst zum Aussichtspunkt Zault zu laufen und anschliessend zur Station nach Trin und anschliessend auf gleichem Weg zurück zum Nachtlager. Die Wanderung entlang der Versamerstrasse ist einfach und auf gut ausgebauten Wegen. Nach knapp 45 Minuten erreichen wir den Aussichtspunkt Zault in einer Kurve der Hauptstrasse. Ein kleine Rampe führt auf einen Felsen mit einem Aussichtspodest. Ein toller Ausblick über den Vorderrhein.

AussichtsturmAussichtsplattform Zault, Bonaduz GR
Höhe10 m
StufenRampe
Höhe über Meer703 m.ü.M.
Erbaut2011
MaterialienStahlkonstruktion
Kosten Benutzungkostenlos
geöffnetganzjährig

Auf dem Rückweg machen wir noch einen kurzen Abstecher nach Trin Station, wo uns eine weitere Hängebrücke erwartet. Der Abstieg ist phasenweise steil und anspruchsvoll, aber der kurze Weg im Wald entlang des Vorderrheins ist märchenhaft und wunderschön. Kurze zeit später erreichen wir eine tolle Hängebrücke mit einer einzigartigen Architektur.

HängebrückePunt Ruinaulta, Bonaduz GR
Spannweite75 m
Höhe10 m
Breite178 cm
ÜberquertVorderrhein
Höhe über Meer610 m.ü.M
Erbaut2011
TechnikDrahtseilbrücke
Kosten Benutzungkostenlos
geöffnetganzjährig
Detaillierte Informationen
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Der Rückweg ist kurz und intensiv. Wir sehen dies als Traininigsmarsch für weitere noch folgende Ziele in den kommenden Tagen.